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Psychologische Betreuung und Psychotherapie

Psychologische Betreuung und therapeutische Begleitung

Innerhalb unseres multiprofessionellen Teams nimmt die psychologische Betreuung der Kinder und Jugendlichen einen wichtigen Stellenwert ein. Wie haben in unserem Haus eine eigene Dipl. Psychologin, die sich in der Ausbildung zur systemischen Familientherapeutin befindet.

Die wichtigsten Arbeitsfelder :

1. Psychodiagnostik

Leistungs- und Persönlichkeitsdiagnostik bieten uns die Möglichkeit die individuellen Stärken und Schwächen des Kindes/ Jugendlichen zu ermitteln und gezielt daran zu arbeiten. Dies kann in Form von therapeutischen Angeboten, aber auch in strukturellen Veränderungen wie z.B. Umschulung in eine andere Schulform geschehen.

2. Krankheitsakzeptanz

Die Kinder und Jugendliche die bei uns im Jugendhaus aufgenommen werden, haben meist große Probleme damit ihre Krankheit zu akzeptieren und sorgsam mit sich und ihrer Gesundheit umzugehen. Die zum Teil jahrelange Krankheitsgeschichte mit häufigen Krankenhausaufenthalten, die draus resultierende Trennungen vom Elternhaus,  das wiederkehrende Frustationserleben wenn angestrebte Langzeitwerte nicht erreicht werden,  sowie sämtliche weitere Anforderungen und Belastungen, die diese chronische Krankheit mit sich bringt, können dazu führen, dass das Kind/der Jugendliche seine Erkrankung ablehnt und mit psychischen Auffälligkeiten reagiert. Das ständige Erleben des eigenen Versagens bei der Diabtetstherapie kann zu fehlendem Selbstwertgefühl, Ess-Störungen, aggressiven wie autoaggressiven Handlungen, Verlust jeder Zukunftsperspektive, Therapieverweigerung und einer depressive Reaktion führen.

3. Aufarbeitung schwieriger Lebensereignisse

Viele Kinder und Jugendliche haben bereits kritische Lebensereignisse wie Trennung der Eltern, Tod eines nahen Familienmitglieds, psychische Erkrankungen eines Elternteils, fehlende Unterstützung aber auch Überbehütung erlebt. Wir versuchen den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu eröffnen, diese Ereignisse zu verarbeiten und in ihre Lebensgeschichte zu integrieren.

4. Familientherapeutische Angebote

Die Erkrankung des Kindes stellt für die ganze Familie eine Belastung dar. Es haben sich unter Umständen über Jahre  hinweg  Verhaltensweisen eingeschlichen, die ein Zusammenleben erschweren. Vor allem bei Eintritt in die Pubertät gestaltet sich das Zusammenleben schwierig. Der Jugendliche möchte sich nicht mehr der Überwachung durch seine Eltern aussetzen, ist aber in einem Entwicklungsabschnitt in die Sorge um die eigene Gesundheit kaum von Wichtigkeit ist. Dies kann zu so massiven Spannungen führen, dass ein Zusammenleben nicht mehr möglich ist.

Um der gesamten Familie die Möglichkeit zu geben wieder aufeinander zu zugehen und neue Umgangsweisen einzuüben, bieten wir therapeutische Arbeit mit der gesamten Familie an. In Einzelfällen ist es im Sinne der aufsuchenden Familietherapie möglich, Termine im Elternhaus zu verabreden und dort gemeinsam zu arbeiten.